Composers’ Orchestra Berlin – Vanishing Points. The C.O.B. plays the music of Dirk Strakhof

JHM 271
2020

Hazel Leach - cond
Dirk Strakhof - comp

1. Passacaglia (7'55) / 2. Dolphin's Lair (8'55) / 3. Tahrir Square (6'02) / 4. Dos Danzas (8'18) / 5. Billy Goes Up The Hill (4'19) / 6. Four Steps Into The Dark (7'54) / 7. Orkan (6'41) / 8. Belphégor (5'39) / 9. Vom Verschwinden (6'30)

Die neue Produktion des Composers' Orchestra Berlin präsentiert erstmals ausschließlich Kompositionen und Arrangements des C.O.B.-Bassisten Dirk Strakhof. Jedes Stück überrascht, erzählt Geschichten und schafft einen genreübergreifenden Raum, in dem sich unterschiedlichste Stile - klassische europäische Konzertmusik, Improvisierte Musik und Jazz, Pop oder Neue Musik - treffen und miteinander Verbindungen eingehen. Ein reizvoller Klangkörper in der Besetzung mit vier Streichern, je drei Holz- und Blechbläsern und Rhythmusgruppe inklusive einer Vielzahl bemerkenswerter SolistInnen bietet dazu eine exzellente Grundlage.

(VÖ: 16.04.2020)

  • "Davon träumen viele: Dass ein Orchester die eigenen Kompositionen spielt – und zwar nicht nur hin und wieder eine, sondern ein ganzes Programm mit den Werken gestaltet. Dirk Strakhof, Bassist des von Hazel Leach geleiteten Composers' Orchestra Berlin (C.O.B.), zählt zu den Glücklichen, zumal es sich bei dem in der Grundbesetzung zehnköpfigen Jazzensemble plus Streicher um eine eingespielte, sorgfältig interpretierende Formation handelt.
    Die ungewöhnliche Ergänzung, meist ein Streichquartett, einmal nur ein Trio und einmal ein Quintett, bietet ihm die Gelegenheit, Klänge jenseits des im Jazz ansonsten Üblichen zu verwirklichen. [...] Strakhof, das wird deutlich, verfügt über eine vielfältige Klangsprache, die nicht nur – wie es der Albumtitel behauptet – „Vanishing Points“, also Fluchtpunkte setzt, sondern eine breite Spanne atmosphärischer Klangbilder umfasst." (Werner Stiefele, RONDO, 18 IV 2020)
  • "Unter der Leitung der Flötistin Hazel Leach widmet sich das COB auf seiner neuen CD der Musik ihres Bassisten Dirk Strakhoff, dessen Einflüsse mindestens so vielfältig sind wie die Musik, die er kreiert. [...] Big-Band-Klischees bleiben außen vor, stattdessen gibt es eine Weltreise für die Ohren." (Rolf Thomas, Jazzthetik 05/06 2020: 76)
  • "Der stilistische Reichtum, der auf diese Weise entsteht, ist enorm: weil jedes Stück neue, sich stetig wandelnde Klang-Horizonte eröffnet. So gut funktioniert Orchester-Musik, wenn sie über die vertrauten Bigband-Pfade des Jazz hinaus zu gehen versucht." Album der Woche (Michael Laages, NDR, 15 V 2020)
  • "Bandet blir mesterlig ledet av dirigenten Hazel Leach, som har full kontroll over alle musikerne, som alle er dyktige på hvert sitt instrument, og de er glimrende ensemblemusikere. Og Strakhofs komposisjoner er både varierte og fine, samtidig som arrangementene er i en ytterst god tradisjon." (Jan Granlie, Salt-Peanuts, 22 V 2020)
  • "Perfekte Soundtracks fürs Kopfkino, die nicht in der Beliebigkeit und in plumpem Eklektizismus enden. Dafür sorgt Strakhofs Fähigkeit, mit tiefgängigen und doch kurzeiligen Kompositionen der Gefahr klischeehafter Dekorationsmusik zu entrinnen. [...] Den Rest besorgen seine Musikerkollegen, die die Gratwanderung zwischen luftig notiertem Ensemble-Sound und fulminanten Soli perfekt meistern." (Michael Stürm, Jazzpodium 7-8/2020: 54)
  • "Dirk Strakhofs Partituren, die gelegentlich Filmsoundtracks ähneln, sparen nicht mit frischen Wechseln, wie etwa zwischen zünftigem Funky-Groove, feinnervigem Streicherintermezzo oder Miniabstechern in neutönende Gefilde. Stilistische Scheuklappen haben da wenig Chancen, dennoch ist keine spezifische Ader für fordernde experimentelle Kost vonnöten: Die durchweg zugängliche Musik wartet mit einem gediegenen Unterhaltungsfaktor auf." (Stefan Uhrmacher, Saarbrücker Zeitung, 14 VI 2020)
1
Passacaglia
5
Billy Goes Up the Hill
7
Orkan