Yaroslav Likhachev Quartet – Crumbling

JHM 273
2020

Yaroslav Likhachev - ts
Yannis Anft - p
Conrad Noll - b
Moritz Baranczyk - dr

1. November Tune (7'56) / 2. The Fifth Mode (3'51) / 3. Ballad For Eli (8'08) / 4. Crumbling (9'41) / 5. He Must Go, And He Goes (9'30) / 6. Sicilian Flower (7'15) / 7. U74 (4'14) / 8. Traceless Rails, Traceless Waters (7'50)

Das Yaroslav Likhachev Quartet existiert seit 2016 und präsentiert die Kompositionen des Bandleaders und Tenorsaxophonisten - stets angesiedelt im Bereich des Modern Jazz, tief verwurzelt in der US-amerikanischen Jazztradition.
Bei „Crumbling“, der Arbeit mit künstlerischen, musikalischen „Krümeln“, Bruchstücken, manchmal fast schon atomaren Kreativ-Teilchen innerhalb des musikalischen Kosmos‘ der improvisierten Musik, geht es um den schöpferischen Akt der Entdeckung neuer Wege auf der Reise zu einem individuellen und erfindungsreichen Neuzusammensetzen von Kompositions- und Strukturierungsschritten. Jedes Stück von Yaroslav Likhachevs Produktion „Crumbling” erscheint als eine in sich geschlossene musikalische Welt: Echos aus dem Universum der Neuen Musik, der Underground Kultur und des Modern Jazz begegnen sich hier in buntem Kontrast und treffen auf Varianten des Bop-Vokabulars und seiner zeitgenössischen Interpretation. Yaroslav Likhachev sagt dazu: „Der 'Crumbling-Prozess' ist unaufhaltbar und entwickelt sich weiter und weiter. Auch dieses Album ist nur ein Foto, ein situativer Ausschnitt des Gesamtprozesses.“

(VÖ: 16.04.2020)

  • "Alle Kompositionen auf dem Album stammen aus der Feder von Likhachev. Beim Coverbild muss man einerseits an den sogenannten Rohrschachtest denken, an Tintenklecksbilder, die in der psychologischen Anamnese eine Rolle spielen, anderseits aber auch an die Tuschezeichnung einer Tänzerin, wie wir sie von den Arbeiten Edgar Degas her kennen. Doch die Frage bleibt, wie das mit dem Albumtitel korrespondiert. 'Crumblig' bedeutet ja 'zerbröseln, bröseln'. Wenn man dies weiter fasst, könnte man von Fragmentieren, Auseinanderfallen u. ä. sprechen." (Ferdinand Dupuis-Panther, jazz'halo, Mai 2020)
  • "Diese durch die Errungenschaften der Avantgarde erweiterten Auffassungen von Modern Jazz, die fein ziselierten Dramaturgien der Stücke und die schönen, sehr gefühlvollen Balladen sind die hervorstechenden Merkmale dieses Programms und ergeben ein insgesamt gelungenes, sehr phatnasievolles und ansprechendes Debüt." (Benno Bartsch, Jazzpodium 7-8/2020: 62.)
  • "And that's because Likhachev, along with the equally tenacious pianist Yannis Anft, teamed with bassist Conrad Noll's existential investigations of indigo and boundary, and drummer Moritz Baranczyk's ghost beats and whispers, frame the saxophonist's eight spacious compositions as all inclusive conversations. Between players. Between listeners. Between time and space." (Mike Jurkovic, All About Jazz, 23 July 2020)
  • "But let’s mention: The feeling of hitting a wall through the originality of the music increases, the excitement rises, love soars, all the emotions and transcendent feelings are awakened in the psyche. [...] Crumbling is a new approach to jazz; an album perfect for those who are fundamentally looking for new answers." (Emre Adam, Jazz Dergisi, 2 Dec 2020)
  • "Num ano em que tudo parece ter corrido mal, eis que surge alguém com a sapiência dos velhos e o espírito dos novos, pondo-nos de novo a vibrar com música que renova o vocabulário de uma tradição com o espírito e a ousadia de uma nova geração. Que mais seria possível pedir?" (João Morado, Beats for Peeps, 7 Feb 2021)
2
The Fifth Mode
4
Crumbling
5
He Must Go, and He Goes