playground4 – Hit the Ground Running

JHM 274
2020

Stephanie Wagner - fl, alto fl, effects
Esther Bächlin - p, rhodes, voice
Gina Schwarz - b
Ingrid Oberkanins - dr, perc, hangs

1. Lily of the Nile (5'33) / 2. Mäander (7'38) / 3. Gm's Musicbox (4'57) / 4. Earwalk (6'20) / 5. Hit the Ground Running (6'00) / 6. Schmetterling (7'24) / 7. Dedication to Nguyên Lê & Esbjörn Svensson (7'12) / 8. Ouverture (5'06) / 9. Laubbläser versus Laubsauger (6'09) / 10. From Shenandoah (7'08)

„Die Kunst des Aufeinanderhörens“ - Unter diesem Motto steht die fruchtbare Zusammenarbeit von vier Musikerinnen aus drei deutschsprachigen Ländern, die sich bei einem musikalischen Blind Date kennenlernten. Die vier Musikerinnen - alles Komponistinnen und Bandleaderinnen - trafen sich per Zufall als Dozentinnen der „Hessischen Frauenmusikwoche“, und dieses erste Zusammentreffen von „playground4“ war und ist ein absoluter Glücksfall. Sie verbinden ihre Stimmen zu einer musikalischen Einheit zwischen modernem Jazz, einem erstaunlichen Reichtum an Klangfarben, Mut zum sperrigen Experiment, auch außerhalb der Jazz-Idiomatik, und einer ausgefuchsten perkussiven Orchestrierung. Überraschende Flöten-Effekte inkl. Beat-Boxing, simultanes Singen und Spielen, elektronische Effekte, Klavierpräparationen, gestrichene Klänge und Groove-Perkussion auf dem Kontrabass: Alle diese Bestandteile bleiben für sich wahrnehmbar, emotional aber bewegen sie viel mehr, denn sie ergänzen sich nicht nur, sie fließen auf wunderbare Weise ineinander über.

(VÖ: 16.04.2020)

  • "Das Quartett will als Kollektiv gesehen werden, die Beiträge an Kompositionen sind demokratisch sortiert. [...] Alle 4 Musikerinnen sind erfolgreiche und renommierte Protagonistinnen eines Woman-Jazz, der ihrer Talente und Verdienste wegen viele Vorurteile oder subtile Zurücksetzungen couragiert vom Tisch wischen wird. [...] Playground4 begeistert mit einer eigentümlichen Ästhetik, die u.a. aus impressionistischen Klangmalereien und Einflüssen diverser Genres entsteht." (Ernst Weiss, Concerto 2/20: 34 f.)
  • "Es kommt nicht so oft vor, dass ein Album Kompositionen von allen Bandmitgliedern enthält, bei der Formation playground4 ist das der Fall. [...] Alle vier [Musikerinnen] zeichnet eine starke Kreativität und großes Talent aus und es ist der Musik anzumerken, welche helle Freude jede an den Kompositionen der Anderen empfindet." (Melodiva, 04/2020)
  • "Bei aller Unterschiedlichkeit der vier musikalischen Charaktere wirkt Hit the Ground Running immer wie aus einer Hand. Man hat sich aufeinander eingespielt, die musikalische Sprache der anderen zu eigen gemacht und weiterentwickelt. [...] Wie bei jeder seligen Spielplatzstunde weiß man vorher nicht, was einen erwartet. Aber nachher weiß man: Es war gut, dass man genau hier, genau so zusammengefunden und zusammengespielt hat." (Victoriah Szirmai, Jazzthetik 05/06 2020: 36)
  • "Schon ein Blick auf die Titel der Stücke [...] lässt die Vielseitigkeit der Kompositionen erahnen, die mit unglaublichem Klang- und Farbenreichtum der Instrumente (Flöten, Piano, Bass, Percussion) ausgestaltet sind." (Michael Flath, thalia, 05/2020)
  • "Playground4 kreieren zusammen Musik, die sich wie ein Klettergerüst auf dem Spielplatz verdichtet, Platz für eine neue Klangwelt bietet und dich darin austoben lässt." (Samschtig Jazz, 3fach, 3 V 2020)
  • "Ihr Debut-Album [...] lässt an nichts fehlen. Virtuosität, Spielfreude und Abwechslungsreichtum [...] sind die Charakteristika. Dazu kommen ein auf leiseste Klangabstufungen spezialisiertes Aufnahmestudio, ein aussagekräftiges Cover und ein klar-strukturiertes, Überraschungen zuhauf bergendes Musikgeschehen, das reich ist an Höhepunkten. [...] Ein reichhaltiger musikalischer Spielplatz, mal impressionistisch, immer farbenreich, harmonisch, mit verschlungenen filigranen Melodien, ungeraden Rhythmen und sperrigen Grooves. Ein intelligentes wie musikalisch hoch befriedigendes Album." (Ulfert Goemann, Jazzpodium 5-6/2020: 70 f.)
  • "Wenn Wagner ihre verschiedenen Flöten nicht an Effektgeräte anschließt, lässt sie sie mal multiphonisch erklingen [...] oder verwandelt sie in eine perkussiv vibrierende Beatbox. Extrem faszinierend!
    [...] Organisch gewachsen und farbenfroh schillernd sind auch die Kompositionen der Musikerinnen. Sie mögen sich oftmals vor männlichen Kollegen verbeugen – [...] – nötig haben sie das mit ihrem eigenständig blühenden Gemeinsinn jedoch nicht." (Josef Engels, RONDO Nr. 1169, 30.05.2020)
  • "Das Spektrum reicht von farbig-harmonischen Stücken mit raffinierten Rhythmen über groovende Sequenzen mit ausgefuchsten Solopassagen bis zu modal fliessenden, lyrischen Stimmungsbildern. Lässt man das ganze Album nachklingen, bleiben suitenartige und harmonisch vielgestaltige Kompositionen im Ohr, die neben konzisen Jazzpassagen auch lyrische Progressive-Rock- und Worldmusic-Spuren zu kombinieren scheinen. Eine geballte Ladung an musikalischer Kreativität und Ambition klingt aus diesem Album." (Pirmin Bossart, Jazz'n'more Sep/Okt 2020: 35.)
1
Lily of the Nile
2
Mäander
5
Hit the Ground Running
7
Dedication to Nguyên Lê & Esbjörn Svensson
9
Laubbläser versus Laubsauger