Stephan Goldbach – Transit

JHM 280
2021

Stephan Goldbach - b

Kostia Rapoport - elec (#3, 12, 13)
Laura Saumweber - dbl b/floor-pizz (#11)

 

1. Ouverture (3'38) / 2. Changing Trains (3'45) / 3. Gesprächsfetzen 1 (5'29) / 4. 8 a.m. (3'09) / 5. Machine Environment 1: SDH/RDH (2'40) / 6. Transit (3'57) / 7. Monolith (2'55) / 8. Marks (1'20) / 9. Schedules (1'58) / 10. Machine Environment 2: NbG Rbf NNR (2'09) / 11. Silhouettes (1'36) / 12. Gesprächsfetzen 2 (2'59) / 13. Sofðu unga ástin mín (4'22) / 14. Machine Environment 3 (9'31)

Der Nürnberger Kontrabassist Stephan Goldbach versetzt sein Publikum auf Transit, seiner ersten Solo-CD, mit seinem musikalischen Erfindungsreichtum, seinen radikalen Gegenüberstellungen in pures Staunen: akustischer Sound versus elektronische Klangerzeugung, Belcanto versus Industrial-Sound. Sein manchmal fast schon zerstörerisch zu nennender Spielansatz, der dieses scheinbar sperrige Instrument Kontrabass seiner gesamten improvisatorischen Kraft unterwirft, ist für uns ZuhörerInnen nichts anderes als ein Erleben klanglicher Naturgewalten. Die Melancholie eines isländischen Wiegenliedes aus der Mitte des 19. Jahrhunderts steht wie selbstverständlich neben der kraftvollen, unergründlichen Geräuschkulisse eines nächtlichen Fracht-Transfers. Erstaunlich sind hier manchmal die überraschenden Ähnlichkeiten der Klänge zwischen den analogen Klangwelten des akustischen Kontrabaßspiels und den elektronischen Soundscapes mit dem Kontrabaß als Auslöser. Musik der dritten Art, ein Stück unberechenbarer, quicklebendiger Avantgarde.

(VÖ: 14.05.2021)

3
Gesprächsfetzen 1
4
8 a.m.
8
Marks
10
Machine Environment 2
11
Silhouettes