Joachim Ullrich Family of Choice – Five Simple Songs

JHM 311
2024

Andy Haderer, Matthias Schwengler, Chris Mehler, Heidi Beyer - tp, flgh
Janning Trumann, Moritz Wesp, Tim Hepburn - tb; Robert Hedemann - b-tb
Roger Hanschel, Theresia Phillips, Claudius Valk, Victor Fox, Steffen Schorn - reeds
Werner Neumann - g; Sebastian Sternal - p; Robert Landfermann - b; Jonas Burgwinkel - dr
Joachim Ullrich - cond, comp

1. The Private Eye (6’29) / 2. The Small Village (7’58) / 3. New Elephants for an Old Friend (8’24) / 4. Last Picture of Solaris (10’23) / Change of the Gamechanger (9’27)

For this album, Joachim Ullrich fulfilled his long-held wish to put together a band without any compromises. Above all, he wanted to unite different generations and musical approaches in one band. As with Manfred Schoof in the 80s, this meeting of such varied characters has produced a stimulating and exciting new musical mixture.

  • "Er [Ullrich] treibt als anderer Gil Evans tanzende Elefanten durch rhythmischen Katarakte wie von Don Ellis, stellt prächtige Soli vor die Cinemascopeleinwand des üppig kolorierten Orchesterklangs. Hot Dogs an der Würstchenbude, Hollywood als Dom, eine Trompete als Alien, Abercrombie outer Space, Brass-Tänzchen unter anderer Schwerkraft, heavy oder lind. Mit Ullrich als Mastermind dieser Games und polymorphen Changes, durchsetzt mit sprudelnd insistenten oder sophisticated perlenden Statements.
    (Rigobert Dittmann, Bad Alchemy 123: 35)
  • "Schwungvolle, moderne und interessant arrangierte Musik für großes Orchester. Wir bekommen fünf Stücke und mehr als 42 Minuten Musik. Man kann sich also auf viele musikalische Wendungen, Geschichten und Improvisationen freuen. Ein Muss für Fans großer Musikensembles!"
    (Jacek Brun, jazz-fun, Apr 2024)
  • "Die Stücke sind komponiert, lassen aber auch Raum für (zum Teil) freie Improvisationen. Harmonien dominieren, zwischendurch wird es allerdings auch frei-metrisch und polyrhythmisch - aber nie so dominant, dass das Chaos regiert [...]. Die Musik weist viele Stimmungswechsel auf, weshalb sie alles andere als 'simple' zu spielen ist [...]. Die Musiker haben die nötige Freiheit, aber eben auch die Fähigkeit, mit den Stücken zu spielen und sich nicht nur stur an der Notation abzumühen. Ullrich gibt ihnen diese Möglichkeiten als Arrangeur und als Mentor."
    (Holger Pauler, Jazzthetik 05/06-2024: 34 f.)
  • "Schlagzeug und Bläser setzen Klangpunkte. In der ersten Minute wirkt 'The Private Eye' wie ein pointilistisches Tongemälde, doch dann umfangen dichte Bläser die Tupfer, und etwa eine weitere halbe Minute später ist Joachim Ullrichs 'Family of Choice' beim groovenden Bigbandjazz angelangt. Ein agiles Posaunensolo von Janning Trumann, abwechslungsvolle Bläsersätze im Hintergrund, zwischendurch energische Höhepunkte: Der erste der fünf 'Simple Songs' ist mit Humor, Witz, Abwechslung und Spannung gewürzt. [...] Diese fünf 'Simple Songs' leben von Abwechslung, Überraschungen und in der Free-Ära entwickelten und längst im Mainstream angekommenen Sounds. [...] Der letzte Titel bringt das Motto der fünf von Joachim Ullrich komponierten und dirigierten Titel auf den Punkt: in 'Change Of The Gamechanger' integriert er nochmals ein buntes stilistisches Feld zu einem homogenen Gesamtgeschehen."
    (Werner Stiefele, Rondo, 4 Mai 2024)
1
The Private Eye (Excerpt)
3
New Elephants for an Old Friend (Excerpt)
4
Last Picture of Solaris (Excerpt)
5
Change of the Gamechanger (Excerpt)